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   Wirtschaft

Der Revolution von 1989 folgten Wirtschaftsreformen, die zu einer Marktwirtschaft nach westeuropäischem Modell führen sollten. Ab 1993 musste die Regierung ihre Steuer- und Währungspolitik ändern, nachdem der Internationale Währungsfonds (IWF) ein Darlehen verweigert hatte. Es folgte eine Abwertung der Währung, die meisten staatlichen Produzenten mussten zur Privatisierung freigegeben werden.

Die wichtigsten Produktionsbereiche sind: Landwirtschaft (Rumänien ist einer der wichtigsten Agrarproduzenten im Mitteleuropa), Maschinenbau, Energie, Mineralien und Metalle, Holzverarbeitung. Der IT-Bereich erlebt in den letzten Jahren einen besonderen Aufschwund.

Die Wirtschaft in Rumänien hat sich in den letzten Jahren umprofiliert. Der Versuch, eine funktionierende Marktwirtschaft aufzubauen, hat dazu geführt, dass die Industriekolosse, Erbschaften der kommunistischen Zeit, wegen zu geringer Produktivität geschlossen wurden. Die Betriebe wurden meist an ausländische Investoren verkauft. Die Schwerindustrie hatte die meisten Arbeiter im Land beschäftigt. Mit der Schließung der Hüttenwerke wurden viele Personen arbeitslos. Diese Regionen erwiesen sich jedoch als sehr attraktiv für ausländische Investoren mit hohem Arbeitskräftebedarf. Insbesondere die Textilbranche hat sich in Rumänien neu angesiedelt. So ist Rumänien heute das europäische Textilzentrum geworden. Die meisten Investoren stammen aus Italien.

Rumänien wirkt auch für andere Investoren attraktiv, zum Beispiel IT-Unternehmen oder Hersteller von Autoteilen. Die Regierung hat die Gesetzgebung an die neue Situation angepasst, um das Land für mögliche Investoren attraktiver zu machen. So erhalten Investoren verschiedene Vergünstigungen, je nach Branche, Wert der Investition und dem geographischen Gebiet, wo investiert wird. Im ganzen Land entstehen Industrie- und IT-Parks - zum Beispiel in Timisoara. Wichtige Industriezentren sind Bucuresti, Timisoara, Cluj, Sibiu, Constanta. Die Regionen Banat und Siebenbürgen sind insbesondere für deutsche Investoren interessant, da es eine große Anzahl von Personen mit guten Deutschkenntnisse gibt.

Der Mindestlohn liegt in Rumänien bei 2 800 000 Lei (rund 70 Euro). Im Durchschnitt, lag das Brutto-Einkommen in 2003 bei 6 740 000 Lei (rund 170 Euro), Netto erhielten die Rumänen rund 4 870 000 Lei (rund 120 Euro).

Die Inflationsrate des ersten Halbjahres 2004 betrugt 3,7 Prozent, die Zielsetzung der Regierung lag bei 5,7 Prrozent. Im Juni 2004 sind die Verbraucherpreise um 0,6 Prozent gestiegen, im Vergleich zum Juni 2003 sind die Konsumpreise im Durchschnitt um 12 Prozent höher. Das Inflationsziel für 2004 ist 9 Prozent (nach 14,1 Prozent in 2003). Die Chancen stehen gut, dass das Ziel erreicht wird. Hier eine Darstellung der Entwicklung der Inflationsrate im ersten Halbjahr 2004:



Die ausländischen Investitionen in Rumänien betrugen in den ersten vier Monaten des Jahres 2004 583 Millionen Euro, um 31 Prozent mehr als in der selben Zeitspanne des Vorjahres. Die meisten ausländischen Unternehmen sind in Bukarest oder im westlichen Teil des Landes angesiedelt. Allein im Monat Mai 2004 wurden im Westen Rumäniens 133 neue Firmen mit ausländischem Kapital gegründet. Die folgende Graphik stellt Entwicklung der ausländischen Investitionen im ersten Quartal 2004 dar:




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